Support

Lorem ipsum dolor sit amet:

24h / 365days

We offer support for our customers

Mon - Fri 8:00am - 5:00pm (GMT +1)

Get in touch

Cybersteel Inc.
376-293 City Road, Suite 600
San Francisco, CA 94102

Have any questions?
+44 1234 567 890

Drop us a line
info@yourdomain.com

About us

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit.

Aenean commodo ligula eget dolor. Aenean massa. Cum sociis natoque penatibus et magnis dis parturient montes, nascetur ridiculus mus. Donec quam felis, ultricies nec.

Warum der erste Eindruck oft falsch ist

Warum der erste Eindruck oft falsch ist

Der erste Eindruck zählt! Soweit so gut. Das Problem ist nur, dass dieser erste Eindruck wahnsinnig fehleranfällig ist. Wer sich also auf seinen ersten Eindruck verlässt, der ist oft verlassen.

Der erste Eindruck entsteht in Millisekunden. Wir sehen einen Menschen und haben sofort so ein Gefühl. Und genau da liegt schon der Hase im Pfeffer begraben: dieses diffuse Gefühl hat nichts mit rationaler Bewertung zu tun, sondern mit einem rasend schnellen Erfahrungsabgleich den unser Hirn anstellt, ohne uns danach zu fragen. Weil es so rasend schnell geht, bleibt keine Zeit, das Sprachzentrum einzuschalten, also bekommen wir ein schnelles Gefühl serviert. Grundsätzlich kein doofer Mechanismus wenn es ums reine Überleben geht. In Millisekunden können wir sehr gut abschätzen, ob wir uns in Gefahr befinden oder nicht. Zumindest in der Regel.

Jetzt sind wir aber heutzutage in den wenigsten Fällen in denen es um den ersten Eindruck geht tatsächlich in Lebensgefahr. Zumindest nicht im beruflichen Kontext. Es sei denn, wir sind Soldaten, Polizisten oder Drogendealer. Wenn wir also echte beruflich bedingte Gefahrensituationen einmal ausklammern, dann ist das mit der Lebensgefahr in der Regel überschaubar, wenn wir auf andere Menschen im Berufsalltag treffen. Trotzdem haben wir natürlich einen ersten Eindruck und wir neigen dazu ihm zu vertrauen. Das ist allerdings nicht immer ratsam.

Eindruck vs Wahrscheinlichkeit ...

Stellen wir uns einmal „Paul“ vor. Paul ist ein hagerer, etwas blässlicher Mann im Alter von ca. 38 Jahren. Er hat eine leicht gebeugte Haltung und er ist eher introvertiert. Paul liest gern und mag es, wenn es still ist. Außerdem trägt Paul eine Brille und er hat diese etwas altmodischen Lederaufnäher an den Ellbogen seiner Strickjacke. Jetzt ist die Frage: Ist Paul Landwirt oder Bibliothekar an einer Universität. Wenn wir ehrlich sind, dann sortieren wir Paul beruflich zu den Bibliothekaren. Schließlich passt er zu dem Bild, dass wir von dieser Berufsgruppe haben. Aber jetzt kommt es: Es ist eher unwahrscheinlich, dass Paul Bibliothekar ist. Der Grund ist einfach: Es gibt wesentlich mehr Landwirte als Bibliothekare … So viel zum ersten Eindruck. Da Paul fiktiver Natur ist, kann dieses Rätsel leider nicht weiter aufgelöst werden, zeigt aber, wie sehr wir beim ersten Eindruck im Bereich der Vorurteile unterwegs sind (Beispiel aus „Schnelles Denken. Langsames Denken“ von Daniel Kahnemann)

Das Beispiel von Paul war schon etwas fortgeschrittener. Es geht noch viel einfacher: Schönen Menschen attestieren wir im ersten Moment – also beim ersten Eindruck – die positiveren Eigenschaften. Sogar Mütter herzen Neugeborene Babys mehr, wenn sie hübsch sind … Selbst das liebende Mutterauge unterscheidet unbewusst, hat die US-amerikanische Psychologin und Attraktivitätsforscherin Rita Freedmann herausgefunden. Und wieder: ein erster Eindruck auf den wir einfach nur reagieren …

Und weil es so schön war noch ein Beispiel. Es geht um Thomas und Klaus. Thomas ist intelligent, fleißig, impulsiv, kritisch, stur und neidisch. Im Vergleich dazu ist Klaus neidisch, stur, kritisch, impulsiv, fleißig und intelligent. Ohne viel nachzudenken: Mit wem würdest Du lieber in einem Fahrstuhl stecken bleiben? Die meisten Menschen entscheiden sich tatsächlich für Thomas. Was auf dem ersten Eindruck beruht. Und der ist in diesem Beispiel nicht unbedingt falsch, aber auch nicht richtig. Denn beide Männer haben exakt dieselben Eigenschaften. In diesem Fall ist es der sogenannte Primäreffekt, der den Ausschlag gibt. Eben genau der erste Eindruck wird bewertet. In unserem Fall das erste Adjektiv, welches wir lesen. Den Rest bewertet unser Hirn als weniger wichtig. 

 

Den ersten Eindruck überlisten

Mit anderen Worten: Wenn wir jemanden kennenlernen, zum Beispiel bei einem Vorstellungsgespräch, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass sich unser Hirn auf den ersten Eindruck stürzt und den Rest unterbewertet oder sogar vernachlässigt. So ist es zu erklären, warum wir so häufig Sätze hören wie „Komisch, beim Vorstellungsgespräch hat sie so einen guten Eindruck gemacht“ … Wir tun das Ganze dann so ab, dass sich halt gut verkauft wurde. Das stimmt aber nur zum Teil, denn häufig sind wir nicht in der Lage, unsere eigenen Fehler zu erkennen und sie entsprechend zu umgehen. So macht es durchaus Sinn, Bewerber in verschiedenen Situationen, zu verschiedenen Zeitpunkten mit unterschiedlichen Beteiligten kennenzulernen und alle Eindrücke in den Ring zu werfen. Eine weitere gute Möglichkeit beschreibt der Autor Rolf Dobelli in einem Artikel für Die Zeit. Er schlägt vor, bei einem Bewerbungsgespräch alle 5 bis 10 Minuten eine Note für den Eindruck zu vergeben. Am Ende berechnet er den Durchschnitt und umgeht so den Primäreffekt. Eine tolle Idee, um seinem Gehirn nicht auf den Leim zu gehen.

Zurück

Copyright 2019 Anja Niekerken
Durch Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysen, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Weitere Informationen über Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Mehr Informationen
Akzeptiert!