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Verbale Attacken – Wer sich verteidigt, hat schon verloren

Verbale Attacken – Wer sich verteidigt, hat schon verloren

Ein Mitarbeiter spricht einer Vorgesetzten vor versammelter Mannschaft die Führungskompetenz ab. Das ist alles andere als schön. Soweit so klar. Wie aber richtig reagieren? Eine Situation, in der es in der Regel mehr falsche als richtige Reaktionen gibt. Und, um es noch fieser zu machen: Es gibt keine allgemein gültige, richtige Reaktion. Es kommt immer drauf an …

 

Natürlich werde ich oft gefragt, wie man am besten auf offene Angriffe, egal ob von Mitarbeitern, Kollegen oder Vorgesetzten reagiert. Aber es ist tatsächlich so, dass es keine universelle Antwort darauf gibt. Auch nicht, wenn es sich um die zuvor beschriebene Situation handelt. Denn die Situation ist nicht klar. Vorher gilt es zu klären: Wer sind die handelnden Personen? In welchem Umfeld ist der Vorfall geschehen? Welche Formulierungen wurden genau verwendet? Und vieles mehr. So einfach ist es eben nicht. 

Souveränität braucht in der Regel viel Übung ...

Nichts desto trotz gibt es verschiedene Möglichkeiten zu reagieren. Das ist uns oft leider nicht bewusst und daher reagieren wir in den meisten Fällen, naja, sagen wir mal suboptimal. Die Hitparade der unglücklichen Reaktionen führt ganz klar die Sprachlosigkeit an. Gleich dahinter das HB-Männchen, das in die Luft fliegt … Das muss nicht sein, denn spontane, gute Reaktionen sind lernbar. Oder um es mit Rudi Carell zu halten: Um etwas aus dem Ärmel zu schütteln, muss man es vorher hinein getan haben.

Hier kommen drei gute Reaktionen auf unangemessene, verbale Angriffe für Deinen Ärmel:

Die Rückfragetechnik: einfach, effizient, elegant

Egal auf welche verbale Attacke reagierst Du ganz einfach mit einer Rückfrage. Die folgenden drei Rückfragen passen fast immer: 

1.) Wie meinen Sie das?

2.) Warum sagen Sie das?

3.) Warum spielt das eine Rolle?

Nehmen wir das Beispiel von zuvor. Angenommen es geht darum, im Team eine mögliche Lösung für eine Aufgabenstellung zu finden und es gibt verschiedene Ansätze. Ein junger Mitarbeiter ist aufgebracht, weil er seinen Vorschlag durchbringen will.

Mitarbeiter:“Wir sind hier doch nicht bei „Wünsch Dir was“! Es wird Zeit, dass eine Entscheidung getroffen wird. Aber das scheint ja nicht gewollt zu sein. Unter „Führung“ verstehe ich was anderes.“

Sowohl „Wie meinen Sie das?“ Als auch „Warum sagen Sie das?“ Passen in dieser Situation sehr gut. Der Mitarbeiter wird gezwungen, seine Aussage zu reflektieren und auf den eigentlich Kern zu kommen. Selbst wenn seine Antworten wieder auf Angriff gehen, wenn Du dabei bleibst und immer wieder nachfragst, wird sehr schnell deutlich, dass er „nur“ seinen Vorschlag durchsetzen will. Darauf kannst Du dann wieder mit Sachargumenten antworten. Wichtig: Ganz ruhig bleiben. Ein wenig Zeit für die Frage nehmen und Augenkontakt halten. Am besten ist eine neugierige Haltung. Frei nach dem Motto „Ach guck mal, das hätte ich nicht erwartet. Jetzt bin ich gespannt, warum er so reagiert hat.“ Mit dieser inneren Haltung ist es einfacher, sich nicht angegriffen zu fühlen. Was ja grundsätzlich der schwerste Part bei einer souveränen Reaktion ist. Wer weiß, dass Gesagtes immer mehr mit dem Sender als mit dem Empfänger zu tun hat, der ist immer klar im Vorteil. 

Die Notbremsetechnik in zwei Varianten: Bis hier hin und nicht weiter

Die Notbremse gibt es in zwei Varianten. Einmal als bremsen und weiter fahren oder als Vollbremsung. Beide Varianten wären bei unserem Beispiel passend. Beim Bremsen-und-weiter-fahren sagst Du einfach nur ganz ruhig: „Lassen Sie uns doch bitte bei der Sache bleiben. Unser Thema ist …“ Nach der offiziellen Besprechung bittest Du dann noch um ein Vier-Augen-Gespräch. Dies kannst Du sofort oder auf zu späteren Termin machen. Sofort hat den Vorteil, dass die Situation noch frisch ist. Später hat den Vorteil, dass Du Dich entsprechend vorbereiten kannst. Welche Variante Du wählst, hängt von Deinen persönlichen Präferenzen ab. 

Die Variante der Vollbremsung sieht anders aus. Hier reagierst Du sofort mit:“Vielen Dank für die Anmerkung. Wir brechen hier jetzt einmal ab und ich möchte Sie Herr XY bitten, hier zu bleiben. Alle Anderen danke ich für ihren Einsatz und werde Sie informieren, wann wir weiter machen werden.“ Wenn Du dann mit dem Angreifer allein im Raum bist, kannst Du mit der bereits angeführten Rückfragetechnik arbeiten. Der Vorteil: Du hast ein klares Signal an den Rest der Gruppe gesendet. Allerdings ist es nicht ratsam, den Mitarbeiter jetzt einen Kopf kürzer zu machen, sondern sich dafür zu interessieren, wie die Situation entstehen konnte und was Du selbst dazu beigetragen hast. So hast Du eine echte Chance, es beim nächsten Mal gar nicht soweit kommen zu lassen. Außerdem hast Du die Grenzen klar gesteckt und Deine Position deutlich gemacht, ohne Deinem Gegenüber vor allen Leuten die Beine wegzuschlagen, wie er es bei Dir versucht hat.

Grundsätzlich bei allen Antworten auf faire oder unfaire Angriffe: Ruhig bleiben, Blickkontakt halten, langsam sprechen und sich in der Tendenz auf den Sprecher zu bewegen. All das signalisiert Sicherheit. Das ist natürlich nicht so einfach, wenn man tatsächlich gerade unsicher wird. Mir hilft in solchen Situationen dann eine neugierig interessierte innere Haltung, in der ich denke „Ach das ist ja interessant. Was sagt das jetzt über mein Gegenüber aus?“ Und wenn alle Stricke reißen – und machen wir uns nichts vor, auch bei mir kommt das durchaus vor – dann mache ich mir klar, dass nicht nur großartige Individuen da draußen rum laufen und vermutlich habe ich gerade eines von den weniger großartigen getroffen. Oder um es mit Eckerhart von Hirschhausen zu sagen: Mal bist Du das Denkmal und mal die Taube ;)

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