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Entspann Dich! SOFORT!!!

Entspann Dich! SOFORT!

Mit der Entspannung ist das so eine Sache: Wir wissen alle, dass wir uns mehr und besser entspannen soll, sogar müssen. Allerdings ist Entspannung ein flüchtiges Wesen, ähnlich wie tiefer, ruhiger Schlaf mag sie vor allem eines nicht: Zwang und Leistungsdruck.

Gerade wurde ich wieder gefragt: „Anja, wie mache ich das denn mit der Entspannung und dem Nichts-Tun? Ich nehm mir ja am Wochenende Zeit dafür, aber dann schießen mir tausend Dinge durch den Kopf und ich werde fast wahnsinnig.“ Das kann ich persönlich gut nachvollziehen. Wenn ich aus einer tausend Volt Woche komme und am Wochenende dann noch tausend Volt Entspannung haben will, frei nach dem Motto "Auf geht’s!". Dann passiert bei mir vor allem eines: ich gerate tatsächlich unter Stress.

Entspannung ist ein flüchtiges Ding ...

Das ist doch paradox. Da nehme ich mir extra Zeit fürs Nichtstun und für die Entspannung, und dann sitze ich auf der Terrasse und hab eher das Gefühl, ein Restless-Leg-Syndrom zu entwickeln. Vom leichten Unwohlsein, doch ziemlich unproduktiv in der Sonne zu hocken – die angenehme Wärme wird nach drei Minuten unangenehm und ich denke darüber nach, wie lange mein Lichtschutzfaktor wohl hält und ab wann meine Haut anfängt Blasen zu werfen – entwickelt sich meine mühsam freigeschaufelte Stunde Entspannungs-Me-Time in ein Horrorkopfkino, mit Szenarien, die sich Steven King im Traum nicht ausmalen könnte. Mein gefühltes Restless-Leg-Syndrom gehört da noch zu den wirklich harmlosen Nebenwirkungen meiner Nichts-tu-Session.

Muße ist die Kunst, sich selbst ein angenehmer Gesellschafter zu sein

Nach einer gefühlten Stunde und einem ca. halbstündigen Kampf, nicht auf die Uhr zu schauen, linse ich dann doch heimlich – so als ob ich mich auf diese Art dabei nicht selbst ertappen könnte – kurz zur Uhr und habe meinen ersten Herzinfarkt: 13 Minuten sind um … Was für eine unglaubliche Scheißidee mit dieser Me-Time. Kostbare Zeit verballert und nach 13 Minuten noch keine Besserung in Sicht. Mir doch egal, ich geh' jetzt 'nen Blogartikel schreiben …

Klingt das für irgendwen vertraut? Klar ging mir das am Anfang auch so. Und zwischendurch ist es auch immer mal wieder so. Gestern Abend nach einem Vortrag, ist es mir beispielsweise nicht gelungen runter zu fahren und so saß ich puppenlustig noch bis 1:00 Uhr Nachts senkrecht im Bett. Selbst meine, normalerweise hervorragend funktionierenden, Entspannungsübungen sind in meiner Gedankenkakophonie fröhlich abgesoffen. Das ist halt manchmal so. Ich habe für mich entdeckt dass das beste Mittel dagegen ist, einfach dafür zu sein. Wie? Häh?

 

Entspannt im Hier und Jetzt ...

Ganz einfach: Ich akzeptiere die Dinge, die ich nicht ändern kann. Ich habe meine aufgekratzte Schlaflosigkeit akzeptiert. Mir überlegt, woher sie wohl kommt, ohne sie zu bewerten. Ich habe mich und mein Kopfkino ein wenig beobachtet und die Mindfuckgedanken einfach vorbei ziehen lassen. Irgendwann habe ich amüsiert festgestellt, dass ich rein körperlich keine Chance auf Schlaf hatte: ich war randvoll mit Adrenalin und Endorphinen. Die mussten erstmal in Ruhe abgebaut werden. In dem Moment wäre eine lockere Joggingrunde gut gewesen. Fürs nächste Mal merke ich mir das und nehme Sportzeug mit.

Nirgends strapaziert sich der Mensch mehr, als bei der Jagd nach Erholung

Erste Maßnahme: Ist Dein Körper bereit?

Also: erste Maßnahme bei Entspannungs-Stress: Frag Dich, ob Dein Körper bereit ist zu entspannen. Oder müssen noch ein paar Hormone aus dem System? Dann ist erst einmal Sport angesagt und danach geht’s in die Entspannung. Bitte den Sport nicht als Ersatz nutzen. Sport ist nicht Nichtstun. Sport ist Sport, auch wenn er entspannt. Es ist in erster Linie die Entspannung auf körperlicher Ebene. Danach ist der Geist noch dran.

 

Zweite Maßnahme: Nichtstun will gelernt sein.

Wieder ein „Häh“? Wir sind es nicht mehr gewöhnt nichts zu tun. Wir sind ständig mit irgendetwas befasst. Mit unseren Handys, Laptops, Tablets, Fernsehen, Radio, Büchern, Freunden etc. pp. Und wenn wir dann mal wirklich nichts tun, dann ist unser Hirn wie ein Junkie unterwegs und sucht die nächste Ablenkung. Es braucht den Kick von außen. Das haben wir ihm ja so beigebracht: Im Außen ist Unterhaltung, Ablenkung und HalliGalli. Ruhe und Entspannung sind für das ungeübte Gehirn eher unangenehm, denn es hat noch nicht so ganz kapiert, was es in dieser Zeit tun soll. Also bietet es erst mal alles an, was es so kennt, um wieder zu seiner geliebten Ablenkung zu kommen. Und das ist unangenehm. Aber keine Bange: das wird mit der Zeit. Der Gedankensturm legt sich und dann tritt tatsächlich Entspannung ein. Aber durch den Sturm müssen wir in der Regel erst mal durch.

 

Ruhe zieht das Leben an. Unruhe verscheucht es.

Dritte Maßnahme: Lass Dir Zeit!

Warum gleich mit einer ganzen Stunde starten? Als wir laufen gelernt haben, sind wir ja auch nicht gleich am zweiten Tag einen Marathon gelaufen. Wir sind auf wackeligen Beinchen aufgestanden und saßen dann relativ zügig wieder auf unserem Pamperspo. Im Vergleich zu Erwachsenen sagen wir als Zwerge aber nicht „Ach guck mal, hab ich drei Mal probiert. Hat nicht geklappt. Ich bleib einfach auf meinem Pamperspo sitzen. Laufen ist nix für mich …“ Im Gegenteil: Wir versuchen es immer wieder. Wir üben so lange, bis wir laufen können. Und wir feiern uns für jeden Schritt. Beobachte mal, wie kleine Kinder strahlen, wenn sie den Weg vom Couchtisch zum Sessel gemeistert haben. Wir waren alle mal so. Warum also nicht sich für eine Minute nichts tun feiern und freuen? Wenn Du eine Minute schaffst: freu Dich und schau ganz neugierig, ob Du eine weitere schaffen kannst. Wenn nicht: auch okay. Dann beim nächsten Mal. Denk immer daran: Auch beim Nichtstun ist noch kein Meister vom Himmel gefallen ;)

 

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